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Geschichte

Der Braunkohlentagebau im nördlichen Harzvorland hat, nicht nur in der Landschaft zwischen Nachterstedt, Frose und Schadeleben, tiefgreifende Veränderungen bewirkt. In Nachterstedt beispielsweise kam es auch zur ersten bergbaubedingten Umsiedlung in Mitteldeutschland ab 1925. Der neue Ort Nachterstedt wurde erst nach 1950 fertiggestellt, gilt jedoch als Beispiel für eine gelungene Umsiedlung mit einer Gartenstadt ähnlichen Gestaltung, die auch Bauhaustraditionen aufgreift.


Ein weiteres wichtiges bergbaubedingtes Ereignis war die westlich der Elbe verheerendste Setzungsfließrutschung am 2. Februar 1959 mit 3,8 Mill. m³ Massenbewegung und einem Todesopfer, die letztlich zum Auslöser für die Gründung einer obersten Bergbaubehörde in der DDR in Leipzig wurde.

Bemerkenswert ist im Zusammenhang mit dem Braunkohleabbau im Tiefbau, die aus Sicht der Industriegeschichte erste Gründung einer Aktiengesellschaft mit den Anhaltinischen Kohlewerken AG mit Sitz in Frose.


Kennzeichnend war weiterhin die Erstanwendung von Kohleveredlungsverfahren in Frose und Nachterstedt. Auch das historische "Seeland", ein nacheiszeitliches Seengebiet zwischen Aschersleben und Gatersleben, ging durch den Aufschluss der Tagebaue Königsaue, Nachterstedt und Schadeleben unwiederbringlich verloren, wobei in diesem Zusammenhang besonders auf die Trockenlegung des im Mittelalter unter der Bezeichnung Ascherslebener See, Gaterslebische See oder Froser Vließ bekannten Flachseegebietes auf Geheiß von Friedrich I. im Jahre 1704 hingewiesen sei.


Nach Fertigstellung eines Grabensystems zur Entwässerung im Jahre 1712 heißt dieses Gebiet zwischen Aschersleben und Gatersleben, auf Grund der im Frühjahr und Herbst immer wieder auftretenden Vernässungen, "Seeländereien".

 

Mit der Verbindung teils natürlicher, teils industriell anmutender Materialien bei der Gestaltung der Anlage wird angeknüpft an die ehemals bergbauliche Nutzung der Landschaft, die sich jetzt wieder natürlich entwickeln darf, ohne dass die Spuren der bergbaulichen Nutzung dabei vergessen werden sollten.

 

Einzelheiten und Einzigartigkeiten der Geschichte rund um den Concordia See erfahren Sie aus der Broschüre der Lausitzer- und Mitteldeutschen Bergbauverwaltungsgesellschaft unter folgendem Link: www.lmbv.de

 

Die historische Entwicklung der Seeland - Region

 
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